Das Grapes of Change Observatorium ist eine strukturierte Wissens- und Monitoring-Initiative, die sich mit geschlechtsspezifischer Gewalt (GBV), Diskriminierung und Ungleichheit innerhalb der europäischen Weinlieferkette befasst.
Es dient als öffentlich zugängliche Wissensplattform, die Forschungsergebnisse, branchenspezifische Analysen, praktische Instrumente und Aktivitäten zur Einbindung der Gemeinschaft zusammenführt. Das Observatorium wird im Rahmen des Grapes of Change-Projekts entwickelt und arbeitet in Übereinstimmung mit dessen Präventions- und Wiederherstellungsstrategie.
Das Observatorium fungiert nicht als Beschwerde- oder Meldemechanismus. Sein Zweck besteht darin, verlässliche Erkenntnisse zu generieren und zu verbreiten, das Bewusstsein zu fördern, organisatorischen Wandel zu unterstützen und Interessengruppen im gesamten Sektor miteinander zu verbinden.
Es basiert auf einer dualen Struktur:
- einer Forschungs- und Datenumgebung (beschränkt auf autorisierte Partner),
- und einer öffentlichen Wissensplattform, die validierte und zur Veröffentlichung freigegebene Ergebnisse präsentiert.
Das Observatorium verfolgt folgende Ziele:
- strukturierte und vergleichbare Erkenntnisse über GBV im Weinsektor bereitzustellen,
- Forschungsergebnisse in zugängliche Formate zu übersetzen,
- Unternehmen und Fachkräfte bei der Umsetzung präventiver Maßnahmen zu unterstützen,
- den branchenweiten Dialog und die Zusammenarbeit zu stärken.
Wie das Observatorium funktioniert
Das Observatorium arbeitet nach einem strukturierten Modell, das sowohl Forschungsintegrität als auch verantwortungsvolle öffentliche Verbreitung gewährleistet.
Datenerhebung und -analyse finden in einer sicheren Forschungsumgebung statt, die von der wissenschaftlichen Leitung koordiniert wird. Dies kann Umfragen, Desk Research, Interviews, Fokusgruppen und sekundäre Fallanalysen umfassen.
Bevor Inhalte veröffentlicht werden, durchlaufen sie Validierungs-, Aggregations- und Datenschutzprüfungen. Nur Materialien, die den Datenschutzgrundsätzen entsprechen und keine persönlichen oder sensiblen Informationen offenlegen, werden auf der öffentlich zugänglichen Website veröffentlicht.
Dieser strukturierte Prozess stellt sicher, dass das Observatorium verlässliche, evidenzbasierte Inhalte bereitstellt und gleichzeitig Vertraulichkeit und ethische Standards wahrt.