Good Practice

Libe(e)ra – Mobilisierung des Agrar- und Ernährungssektors zur Prävention geschlechtsspezifischer Gewalt durch territoriale Netzwerke

Scalability

★★★★☆

Beschreibung

Libe(e)ra ist eine Initiative der Fondazione Una Nessuna Centomila in Zusammenarbeit mit Coldiretti zur Prävention und Bekämpfung geschlechtsspezifischer Gewalt durch die direkte Einbindung des italienischen Agrar- und Ernährungssektors.

Das Projekt bindet Akteure entlang landwirtschaftlicher Produktionsketten und territorialer Netzwerke ein und bringt Diskussionen über Geschlechtergleichstellung und Gewaltprävention in alltägliche öffentliche Räume wie Messen, Märkte und Gemeinschaftsveranstaltungen.

Durch die Einbeziehung von Organisationen wie Consorzio Birra Italiana, Filiera Agricola Italiana und Campagna Amica schafft Libe(e)ra Kooperationen zwischen Wirtschaftsakteuren und Zivilgesellschaft und positioniert den Agrar- und Ernährungssektor als aktiven Akteur bei der Förderung kulturellen Wandels und sozialer Verantwortung.

Warum dies für Grapes of Change wichtig ist

Libe(e)ra stellt eine wertvolle Praxis für Grapes of Change dar, da sie zeigt, wie Sektoren, die traditionell von der GBV-Prävention entfernt sind, zu wichtigen Treibern von Bewusstsein und kultureller Transformation werden können.

Die Initiative zeigt das Potenzial der Mobilisierung sektoraler und territorialer Netzwerke, um Zielgruppen zu erreichen, die normalerweise nicht durch traditionelle Präventionsstrategien angesprochen werden, einschließlich Männer und Akteure entlang der Produktionsketten.

Ihr Multi-Stakeholder-Ansatz verdeutlicht auch, wie Wirtschaftsakteure, lokale Gemeinschaften und zivilgesellschaftliche Organisationen zusammenarbeiten können, um Geschlechtergleichstellung zu fördern und sicherere und inklusivere Umgebungen zu schaffen.

Das Modell ist aufgrund seiner starken territorialen Verwurzelung und gemeinschaftlichen Dimension besonders relevant für den Weinsektor.

Erkenntnisse

Libe(e)ra zeigt, dass die Einbeziehung von Sektoren, die traditionell nicht in die GBV-Prävention eingebunden sind, die Reichweite erweitern und kulturellen Wandel fördern kann.

Der Aufbau von Allianzen zwischen Wirtschaftsakteuren und lokalen Gemeinschaften kann umfassendere und inklusivere Sensibilisierungsbemühungen schaffen.

Quellen und weitere Informationen